Narrator

 

Im Vorfeld der Erkenntnis stellt sich als erstes die Frage nach der Einheit des Einen und des Ganzen: Wie viele Engel passen auf eine Nadelspitze? Seit einigen Generationen meint man «zu wissen» das sei eine blödsinnige Frage… aber der Blödsinn definierte war selber nicht ganz gebacken. Das ist aber überhaupt das...

 

Signum der Moderne.

Ich kann nur hoffen, der Herr Ratzinger hat am 12. September 2006 in Regensburg bloss als Professor der Theologie gesprochen. Wie der da über Glauben redete ist genau das Entsetzen, der Mord Gottes das die Seelen der Modernen verfinsert... : Wer sich an Gott mit Hilfe des athenischen Alkoholikers und des königsberger Hagestolz annähern will der gehört nach alter katholischer Sitte eigentlich auf den Scheiterhaufen
Die Welt will Eins-Werden aber die Menschen begtreifen immer noch nicht, daß damit alles andere als ewiger Friede erreicht werden wird...
Was den Frieden anbetrifft, so ist seit
1788 dazu nicht viel Neues gedacht worden.  Konflikt- und Friedensforscher weigern sich standhaft «Feindseligkeit» in Rechnung zu stellen…

Wer sich nicht selber beweisen kann versucht das durch öffentlich Zustimmung zu erreichen nach dem Motto, “viel Feind viel Ehr”  Unser Elend ist, dass wir nicht wissen was wir glauben und niemand kann kontrollieren was er selber glaubt.

Man kann Überfluß- Überdrußgesellschaft dadurch definieren, daß in ihr die einzige wahrhafte Bedrohung die der Selbstzerstörung ist.

....das Schweigen des HErrn auf die Spitze getrieben... als Schweigegebot und dann noch sich beweisen müssen

Geist macht manchmal erstaunliche Umwege: Ein völlig neuer Aspekt gegen Reform der Kirche in Betrachtung eines Einzelnen, der sich weigert an das Schweigen des Herrn zu glauben

Wer DaDa als Kunst betrachten kann und zugleich an die «Zukunft der Aufklärung» glauben kann, der hat nicht kapiert was in den vergangenen 120 Jahren geistig, moralisch, ästetisch und epistemologisch eigentlich geschehen ist.

So mancher reder über Aufklärung, als ob das Zukunft sei.  Das ist XVIIItes Jahrhundert und Aufklärung ist mit dem Kopf von Ludwig XVI abgehackt worden

Das ganze menschliche Dasein ist nichts anderes als eine Aufeinanderfolge absurder Fehleinschätzungen

Glaube als institutionell sanktionierte Feindseligkeit muß erst einmal als Problem erkannt werden werden

Den Geist Gottes in den Griff kriegen:  Das wollen sogar Atheisten, Linke Weltverbesserer und andere Besserwisser, das ist das was ich unter Cantor’s Madness verstehe.

Zertrümmern ist das Wort, das mich in meinen Gedanken stets begleitet.  Anknüpfend an weitverbreitete Bestrebungen die Aufklärung zu retten und dabei mit dem fadenscheinigen Begriff der Gerechtigkeit zu operieren, drängt sich mir immer wieder die Frage auf, was eigentlich alles zertrümmert worden ist, seit man glaubt, man könne mit Vernunft und Verstand eine bessere Welt schaffen.
Das Gute, Wahre und das Schöne, das doch in jedem Fall zu den Fundamenten einer verständnisvollen Weltordnung gehören sollte, das hat auf jeden Fall dran glauben müssen:  Und die das geleistet haben, sind durchaus auch stolz darauf gewesen: Karl Mannheim und andere Begründer der Wissensoziologie, sind auch heute [als Magier der Dekonstruktion und der Narratologie] noch hochverehrte zentrale Figuren in der Welt akademisch ausgerichteter peer-review-systems.  Indem sie «nachweisen», daß alle Begriffe des Guten, des Wahren und es Schönen klassenspezifisch zur Fixierung von Herrschaftsordnungen erfunden worden sind, kann es keine unerschütterlich festgefügte Wahrheit mehr geben ... Außer natürlich derjenigen, die sich die um diese Gruppe angesiedelten Teilnehmer des Zitierkartells gegenseitig zubilligen: Wer zu uns gehören will, der muß unseren Glauben an unsere Wahrheit uneingeschränkt teilen können.

Wenn man nicht am Strande sitzt, braucht man sich auch nicht darüber grämen, daß keine Woge Einen hochhebt und man für ein paar Augenblicke über Alles hinweggleiten kann, was sich aus der Ferne als Strudel und Schaumkrone zeigt.

Die Resignation von Lawrence Summers hat mehr als nur regionale Bedeutung. Dies ist ein Sieg der Pseudologie über die Suche nach einer besseren Zukunft. Das ist der Sieg des Glaubens: Das Ergebnis eines fehlerfreien Schlußverfahrens besitzt immer apodiktische Gültigkeit ganz gleich ob die Voraussetzungen und Grundannahmen tragfähig sind oder nicht: Die Besitzer der Wahrheit haben über die Sucher nach der Wahrheit gesiegt und das ist kein Grund zum Jubeln
Die Geschichte von Apple und von Microsoft ist exemplarisch für den Stand der Moderne am Ende ves verfluchten XX. Jahrhundert.  Der märchenhafte Reichtum, der über drei-vier Männer gekommen ist, die das Glück hatten, mit dem richtigen Produkt zur richtigen Zeit an den Markt zu treten, dieser märchenhafte Reichtum hat etwas Bedrohliches an sich.  Die kann man nicht beneiden.  Aber was ich sehe, das ist die Tendenz in dieser speziellen Gesellschaftsform individuelle Entwicklungen auszumerzen.

hüten wir uns vor "leichten" Auswegen!

Nicht die Tendenz zur Monopolisierung an sich ist das was bedrohlich ist, sondern die Eigendynamik, die hinter einer solchen Entwicklung steht. Vorgestern waren es die Scheinwissenschaft von Sigmund Freud.  Danach war es die sich auf Darwin berufende Scheinwissenschaft der Rassenlehre.  Dann ist es die Schein-Malerei von Pablo Picasso. Immer wieder Entwicklungen, die mit einer ungeheuren Wucht alles andere wegfegen:  Es sind aber nicht die Anbieter, die diese Bewegung bestimmen, es sind die Nachfrager, die Verwender, die sich an die Lippen des Propheten hängenden ....

Das ist auch ganz exemplarisch am Erfolg der Zeitschrift Der Spiegel festzustellen.  Ja doch Augstein und seine Mannen haben eine bestimmte Masche entwickelt, die unverwechselbar ist und allein deshalb schon Marktwert hat. Die Kundentreue ist aber nicht wegen der besonderen Qualität oder des besonderen Wahrheitswertes dieser Veröffentlichung zu verstehen. Die Kundentreue ist etwas, was sich selbst erfüllt, aus Nachahmungszwang und der Angst den Anschluß zu verlieren.

Hier habe ich einen anderen Aspekt meiner Not mit center stage.  Es sieht ja so aus als seien diese jungen Männer Herren ihres Schicksals gewesen. Sie haben etwas gemacht, und das ist für gut befunden worden. Im Normalfall reicht das aber meistens nur dazu aus lokale Anerkennung zu finden. Hier ist aber ein globales Phänomen losgelöst worden. Ein Innovationsimpuls der mit mehrfach überhöhter Geschwindigkeit alles vorhergehende in den Schatten stellt.

Jetzt lese ich „Weder aus Zufall noch aus persönlichem Gefallen hat Richard Häsli keinem Künstler des 20. Jahrhunderts so viel Aufmerksamkeit geschenkt wie Picasso, dem genialen Proteus.“  Der Meister der Stile und Verwandlungen verkörperte ihm am gültigsten das Signum der Moderne. Das ist für mich ein wichtiges Stichwort.  Die Moderne wird da in der Zeitung noch als etwas Gutes und Wünschenswertes gesehen: Sieg der Vernunft und des klug abwägenden Verstandes, der sich immer darum bemüht auf dem letzten Stand des Wissens zu sein und Standpunkte so weit es nur geht "entpersönlicht" [ "persönlich" habe ich nur gute Juden kennengelernt ... Das was als einmalige Untat der Deutschen so viele Kommentare auf sich häuft ist doch ganz und gar aus dem zur Sache gewordenen, außerhalb aller persönlichen Motivationen stehenden, "Vorgang" zu verstehen. In ihr, wie nirgendwo sonst steht "die Moderne" unter Anklage: Eine "wissenschaftlich begründete" gut Zwecksetzung wurde auf die unter den gegebenen Umständen, effizienteste Art und Weise erledigt.  Das ist Hannah Arendts Banalität des Bösen -- und man hatte guten Grund die Ahrendt zu mißverstehen ...].

Das ist das Thema mit dem ich mich herumschlage: große Kunst großer Mann und die die jubelnd die Größe bestätigen: "Baut mir keine Denkmäler, sie könnten euch erschlagen ..." Das ist eben nicht nur auf den gemünzt der das geschrieben hat, sondern das gilt überhaupt.  Das Signum der Moderne besteht eben darin daß es so viele willige Verherrlicher gibt. So wie sich die Historiker als Schuldverteiler erleben, so sind die Kunstwissenschaftler die Statusverteiler, die von perönlichem Gefallen absehend die Qualität der Kunst auf eine absolute wissenschaftliche und damit unumstößliche Weise festlegen.

Das bejubeln der großen Männer scheint doch so unschuldig und jeder der da nicht mitmachen will beweist nur daß er entweder inkompetent ist oder vielleicht gar neidisch. Aber wer einen Picasso als den ganz großen will, der muß auch einen Hitler als den ganz großen akzeptieren.  Das ist das Signum der Moderne, das wir nicht so ohne weiteres sehen wollen.

 

Aber auch das ist das Signum der Moderne, daß sie bei allen Versuchen sich gegen den Fluß der Zeit zu stemmen nur Zeitgeist, nur schnell Vergängliches produziert: Sobibor und Treblinka als Zeitgeistmaschinen, wo auch das Sterben gegen Unendlich [4] hin beschleunigt worden ist. Dem kann ich jetzt nicht mehr hinzufügen.

 

Ich sitze hier im Restaurant am Ende des Universums und warte darauf fliegen zu lernen:
Nicht auf den
Grund zu fallen

Hier finden Sie

Kommentare zum heute herrschenden Typus

Ruminationen eines Vereinzelten:

Das sind Ausschnitte aus einem Wortwust, der sich die vergangenen 60 Jahre angesammelt hat.
Das Wiederkäuen der Gedanken,
ist wie der Verdauungsprozeß einer Kuh, das grobe wird immer weiter aufgeschlossen bis es Nahrung wird:
 Grübelnde Betrachtungen, die ja doch zu nicht führen.
und also idiotisch sind

Herrschaft der Ahnungslosen:  modern-aufgeklärt-atheistischer Humanismus

Die Welt wird einswerden – Globalisierung ist nicht aufzuhalten:

Bevor die Welt eins werden kann und bevor der erste Schritt zu dieser Großen Vereinigung – die durchaus nicht ein Traum vom ewigen Frieden ist – getan werden kann «muß» doch erst einmal in unserem Herzen die Gewißheit des Gewissens wachsen, daß es kein «draußen» kein «da unten in der Türkei» keinen Unterschied zwischen erster, zweiter, dritter Welt und keine noch so armen LLDC’s least less developed countries gibt. Es gibt nur Menschen unterschiedlichster Charaktereigenschaften und jeder von ihnen hat seinen Platz... JEDER auch der «Neonazi» dieser Feindmythos der Vergangenheitbewältigungsmühewalter… und überhaupt der Feindmythos so vieler Rechtschaffener, die es nicht wahr haben wollen daß auch in ihren Herzen die Flamme des Ausrottungsfanatismus lodert: …das ist eben nicht mit dem 8. Mai 1945 zuendegegangen und es waren nicht nur die Herren Pol Pot und Idi Amin, die sich in dieser Hinsicht so richtig austobten. Er ist auch nicht allein der religiöse Fanatiker der zu Beginn des XXI. Jahrhundert «die zivilisierte Welt» in Angst und Schrecken versetzt. So mancher kühle kalkulierende Inhaber von Macht und Einfluß innerhalb unserer rechtsstaatlichen «die zivilisierten Welt» denkt an nichts anderes als innerhalb dieses Rechtsrahmens so gründlich wie möglich alles auszurotten, was seinem Feindmythos zu ähneln scheint: Nicht zuletzt die Eloquenten, die in den Redaktionsstuben — meinungsbildend — an der Verwirklichung einer Idealen Welt arbeiten.

Ich träume nicht von irgendeiner Idealen Welt – so wie sie ist – ist sie. Ich sitze hier im Restaurant am Ende des Universums und warte darauf fliegen zu lernen: Nicht auf den Grund zu fallen – Gründe muß man haben, um von Idealen Welten zu träumen.  Je mehr ich über Gründe und Begründungen nachdachte, desto deutlicher wurde mir, in welchem Maße unser Denken – unser Empfinden für das Gute, Wahre und das Schöne – beschränkt ist.

Hier finden Sie Ruminationen eines Vereinzelten: Das sind Ausschnitte aus einem Wortwust, der sich die vergangenen 60 Jahre angesammelt hat und den ich wieder-und-wieder wiedergekäut habe. Das Wiederkäuen der Gedanken, ist wie der Verdauungsprozeß einer Kuh, das grobe wird immer weiter aufgeschlossen bis es Nahrung wird:  Grübelnde Betrachtungen, die aber zu nicht führen: Jedenfalls in dem Sinne in dem sich große Mehrheiten darauf einigen «was Sache ist» und so Macht und Beförderungschancen verteilen und aus dieser Sicht idiotisch sind… Sei’s drum, für mich zeigen sich seelische Erkrankungen dort, wo sich große Mehrheiten darauf einigen «was Sache ist» und dann mit fanatischer Konsequenz diese Sache zu einem «guten Ende» bringen wollen:

Neues aus dem Zentrum des Universuns

Ich habe meine Zweifel an dem weltweiten Phänomen «islamistischer Terror» Das wird doch tatsächlich von den großen Füherern als ein Gottesgeschenk angesehen: Nichts bewirkt – das was man in den 50er Jahren die formierte Gesellschaft nannte – den klaglos opferwilligen Zusammenhalt der Gesellschaft mehr als die Angst vor einem äußeren Feind.

Kunst ist ursprünglich aus dem Zusammenspiel der Gemeinschaft entstanden.

Die “Anti-Globalisierungsbewegungen”   Zusammenrottungen der Richtungslosen und  Übersättigten, die aus Jux und Tollerei alle Versuche zur vernünftigen Einigung stören, können das sowenig aufhalten wie die Ewig-Gestrigen, die in dem Wahn leben ihre rein wissenschaftlich unwiderleglich begründete  Wahrheit, ihr Gott, ihr Stamm, ihre Nation könne nur dadurch als die einzig Tragende gelten, wenn alle anderen ausgelöscht, ausradiert, vernichtet und endgültig zerstört werden. Es wird noch ein paar Ewigkeiten brauchen, bis »politischer Fundamentalismus«, »religiöser Fundamentalismus«, »Nationalismus«, »Rassismus«, »Tribalismus«, Klassenbewußtsein, Feminismus und andere spalterische Haß-Bewegungen als krankhafte geistige Verwirrungen behandelt werden. Dagegen wird man ebenso eine Medizin erfinden, wie gegen Depression oder erektile Dysfunktion.
Die Welt wird eins werden: Globalisierung läßt sich nicht aufhalten. Es gibt schon so viele global effektive Institutionen. Man denke nur
an den Schutz von Walen, Wald und Heide
an die Internationalen Vereinigungen wider den Hunger andere Nöte
an WOSM
an den Heroin- Kokain- & Menschenhandel
Die Pop-Music

Wer gegen die freie Marktwirtschaft ist,
der ist f
ür den Krieg,
weil man sich
er-kriegen muß,
 was man sich nicht kaufen kann.