Das Wahre

Die wissenssoziologisch begonnene «rein wissenschaftlich ausgerichtete» Auflösung des Wahren und die gleichzeitig sich abspielende wissenschaftliche Erlösungswelle, die der Nachfolge des Guten bloße Feigheit unterstellte und durch das Enthemmungsversprechen den Weg in die wahre Freiheit öffnen wollte, diese beiden fundamentalen Aufbruchserscheinungen zu Beginn dieses fürchterlichen XX. Jahrhunderts, sind natürlich, sind Selbstverständnis und Selbstrechtfertigung schaffende Grundvoraussetzungen für das Spiel mit dem Hohn und der Häme, mit denen sich anspruchsvoll nennende Meinungsbildungsorgane an die Öffentlichkeit treten.

Wahrheit ohne Mythos ist unmöglich: Das heißt aber nicht, daß alles Zurechtgemachte auch wahr sei.

…der Mythos der «Naturwissenschaften» ist der dreidimensionale Raum …tatsächlich ist das eine nicht beweisbare Glaubenssache.

... wahrscheinlich ist das Universum «ein unendlich dimensionaler Hyperraum»

…der Mythos der «Geisteswissenschaften» ist der Glaube «Geist» der Logos stehe für sich allein und Metaphysik sei real...

sei ohne direkte materielle Begründung/Verbindung  möglich: «Geist» ist entweder traditionell religiös bedingt oder «Geist» entfaltet sich im dialektischen Prozess… beides nicht beweisbare Glaubenssache und damit sind alle Aussagen der Geisteswissenschaften genauso viel wert wie astrologische Zukunftsdeutungen. Geist ist ganz und gar Resultat der menschlichen Auseinandersetzungen mit dem hier und jetzt… wenn er sich davon löst, wird er «spiritualistisch»

…der Mythos der Sozialwissenschaften ist der Glaube man könne «reduktionistisch» rational analysieren ...das Einzelne ohne das Ganze des sozialen Zusammenhanges verstehen und manipulieren