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Grund

 

Wer über Google  „Entjungferungsgeschichten“ hier herein kommt sollte nicht allzu sehr enttäuscht sein: Es geht hier tatsächlich um den Verlust der Unschuld und wie in allem Anderen auch wird dabei Sex und Sexualität viel zu sehr überschätzt – seit der Wiener Schlawiner uns alle zu mother fuckers machte, so daß es seither immer mehr Wegwerfmenschen gibt, die sich liebend gern als Kanonenfutter für x-beliebige Weltverbesserungsideen hergeben. Aber Sex ist nur eines von unendlich vielen Themen bei denen es schwer fällt die richtigen Worte zu finden. Vielleicht suchen Sie hier [Nummern 1-910 oder mehr] – oder in der schönen Satre-Biographie, wo beschrieben wird, wie Simone dem Hässlichen Jungfern zuführt, die erst nach einer Weile merken, daß sie nicht mehr sind als williges Fleisch – nach Sex-Geschichten ... Sexualität ist aber immer der »leichte Ausweg« und die Betonung des Sexuellen in der Massenkultur der Überdrußgesellschaften möglicherweise ein hinterfotziges Täuschungsmanöver: Vom Verlangen nach politischer Macht ablenken. wenn ich schon nicht mächtig werden kann, dann will ich wenigstens meinen Samen so weit wie möglich streuen, so daß in späteren Generationen Einer von meinem Stamm da hin kommt.

In vorrevolutionärer Zeit – bevor die Köpfe auf der Bastille rollten – da hatte Jungfernschaft noch etwas mit Tugend zu tun [man lese zum Beispiel „Der Prokurator“].  Davon hat man heute überhaupt keine Vorstellung mehr. Wir haben die Unschuld verloren noch an Tugend und ähnliche Werte zu glauben.  Dieser Verlust der Unschuld ist eine viel größere Katastrophe, als die von den Vergangenheitsbewältigungsmühewaltern beweihräucherte «Einmalige Untat»… … Aber diese «Guten» glauben irrsinnigerweise daran, es gäbe so etwas wie «Befreiung» und allgemeines Glücklichsein durch Sexualität…


 
... Sexualität und sozialer Rang stehen in einem ganz komplexen Verhältnis zueinander [hier treffen sich Id und Überich unter nahzu vollständiger Ausschaltung der Stimme des «Ich»] : Kinderreichtum als etwas verächtliches zu charakterisieren, darauf waren die vergangenen X Generationen der »westlichen« Zivilisation ziemlich stolz. Und wenn ich mir die derzeit herrschende popular culture in der Bundesrepublik anschaue, dann kann ich doch sehen, in welchem Maße man in weiten Kreisen konfus geworden, im welchem Maße mein eigenes Lebensgefühl: das verknerzt-verbiesterte Lustverlangen zum herrschenden Symbol geworden ist -- vordergründige Sexualität hinter der sich das Wissen totaler Machtlosigkeit verbirgt.
... das ist doch gar keine Sexualität. Sexualität ist etwas Zartes, Feines, vergänglich Nebensächliches ... Manfred Hausmann, mit seinen pastoral abgesegneten Entjungferungsgeschichten, hat darüber nette Büchlein geschrieben ... die man vergessen kann.
... was ich da sprechen lasse ist »peinlich« ... aber ich bin ja schon längst so sehr auf Null gebracht worden, daß mir solche Peinlichkeit, im Vergleich zu den wahrhaft erlittenen Schmerzen, überhaupt nicht erwägenswert erscheinen: Das Gesicht, daß mich Peinlichkeit zu wahren drängt, das habe ich schon lange vor mir selbst verloren. To be caught with my pants down das würde mir als eine hohe Ehre vorkommen: Man interessiert sich wenigstens so weit für mir, daß man meine »Verletzung der Konventionen« meint wahrnehmen zu müssen ... aber eben: Ich bin so weit auf Null gebracht, daß es auf der ganzen Welt keine Monika Lewinsky gibt, die mir die Ehre geben würde ...
... um solchen Peinlichkeiten auszuweichen flüchtet man ins mißverständlich symbolische, so wie Peter Rosegger den Pflug in Vaters Acker führt und den Finger in die Furche tut und dabei so viel Lust und ewig währende Freude gewinnt, daß er sich die Hände nicht mehr waschen mag, um so eine bleibende Erinnerung sich zu erhalten. Vaters Acker ist aber auch die community, die Gemeinde mit ihren Ordnungen und schwer durchschaubaren Abhängigkeitsverhältnissen ... So drängt sich mir die Geschichte vom Oedipus als das genaue Gegenteil dessen auf, was dem Wiener Zigmund den Ruf des epoche-machenden Menschheitsbenefaktors eingebracht hat:  Da geht es um alles Andere, bloß nicht um Mama's FurcheDer Weltbildveränderer aus Wien war völlig blind dafür, was zu seiner Zeit dieses »alles Andere« umfassen sollte:  Die Welt um ihn herum krachte zusammen -- und wie er, so begrüßten alle die »was sein« wollten, diese Veränderungen als längst überfällig ... auch wenn man vielleicht nicht mit Allem was sich da tat -- vor allem mit Typen wie dem Schreihals aus Braunau -- zufrieden sein konnte ...
... da kündigte sich ein mother fucking Vatermörder an, der alle bisherigen Dimensionen zu sprengen drohte und zur gleichen Zeit versetzte man die alte Tragödie ins Private, in das, was unter der Bettdecke versteckt bleiben durfte ... und bis heute hat sich diese Offenbarung der kleinen Peinlichkeiten nicht verändert ... nur damit wir uns den wirklich großen Ursachen der Pein nicht stellen müssen.
Und es ist ja auch die große Verwirrung, diese Pein. Verwirrung, wie sie perfect in verbal ejaculations eingefangen wurden als ich auf die tiefsten Tiefen meiner Not herabgesunken war. Zur gleichen Zeit haben sich Menschheitserklärer wie Foucault ganz bewußt in sado-masochistische Exzesse geflüchtet, in der Meinung, der Verwirrung begegnen zu können, indem man dem Schmerz und dem Schmerzverlangen eine private Spielwiese vermittelt, um sich so den Weg frei zu machen, als Heiland dort zu wirken, wo die Empfindung des Schmerzes überhaupt keinen Platz hat:  wir sind doch wissenschaftlich so weit voran gekommen, daß wir uns eine schmerzfreie gesellschaftliche Ordnung geben können -- wenn es nur gelingt, die Mechanismen der Macht zu enthüllen ...
... aber die fränzösischen Nietzscheaner sind dem schnell auf die Spur des privaten Machtverlangens des Herrn Philosophen gekommen ... mit Foucaults Wahrheiten sind dann alle Wahrheiten den Bach runter. Texte -- und da folge ich diesen Dekonstruisten schon auch ein Stückchen nach -- sind viel öfter Mittel zur Täuschung, als zur Aufklärung: und das muß man vor allem jenen hinter den Spiegel stecken, die sich an der Arbeit am Projekt der Aufklärung aufreiben ... umso mehr sind Texte, die nicht mehr ganz eindeutig verständlich, die elliptisch sind, der einzige Ansatz dafür die von unerbittlich konsequenter Logik und Vernunft verwischten Spuren wieder sichtbar zu machen ... auch, und gerade, wenn's peinlich wird.
.... die Geschichte vom Oedipus, die ins Moderne übersetzt, auf Mama's Furche reduziert, als Menschheitsrevolution angesehen wird:  Man glaubt sich in eine »bessere«, weil »brutal realistische« Perspektive versetzt -- Du [so zeigen Wissenschaftler von sich weg] bist nicht mehr als ein Stück Vermehrungstrieb und alles was du dir als »etwas Höheres« erfindest, das ist nicht mehr als eine verschämte Verschleierung dieser simplen Tatsache. Aber Oedipus begegnet eben zuerst nicht dem Papa und der Mama und schon gar nicht ihrer Furche, sondern der Sphinx ... Der blond-blauäugige Griechenheld nicht etwa Nornen aus der fernen nördlichen Urheimat, sondern der zwiespältigen Götterbotin der altägyptischen Zivilisation ...
... die Griechen sind Spätkömmlinge in Fragen zivilisatorischer Selbstgestaltung und müssen sich Symbole ausborgen, bei denen, die in ihnen lange schmerzlicher Erfahrungen akkumuliert haben, wie aus dem blinden Fortpflanzungsmechanismus Ordnungen mit glaubhafter höherer Sinngebung gestaltet werden können ... und die Ägypter sind sicher die Erfinder des Kollektivzwanges nachdem die Sumerer ihnen vorgemacht hatten, wie man mit Privatgöttern die Babylonische Sprachverwirrung bewirkt.
... Moses ist in Protest aufgebrochen, solchen »höheren Sinngebeungen« zu entkommen, weil sie ihn unter einen Zwang setzten, dessen Begründungen für ihn in der Luft hingen ... Anstatt sich auf fragwürdige Götterboten, wie die vieldeutige Sphinx, zu verlassen, ist er selber auf den Berg gestiegen »seinem Gotte nah' zu sein« ... Aber nach ihm kamen so viele, die nicht das Zeug dazu hatten selber auf Götterberge zu klettern und so haben wir nun den ganzen Zoo fernöstlicher Götterboten und gefallener Engel.
... Else Lasker-Schüler geisterte nahe ihrem Lebensende durchs göttliche Jerusalem, mit der grauenhaften Frage, ob in ihrem heißgeliebten Berlin vielleicht einer dieser Erzengel Fleisch geworden ... aus blind umher-irrenden Stücken Vermehrungstrieb wieder ein Volk der Juden auszuwählen ... aber wahrscheinlich ein ganz anderes, als das, welches mit Moses vom Kollektivzwang der Sonnengottbürokraten am Nil in die Wüste folgte ...
... was ist das für ein Oedipus, der in Königshäusern verkehrt, zu einer Zeit, da die Griechen beginnen Demokraten zu werden ...
... was ist das für eine Sphinx, die dem Schreihals aus Braunau Vater-Völkermord ins Ohr flüsterte, zu einer Zeit, da die Völker der Welt beginnen sich selber zu verlieren, One World mit ganz neuen kollektiven Zwängen zu werden  ...
... wenn das nur so einfach wäre, wie sich der Wiener Zigmund das vorgestellt hat ... Aber einzelne Vorstellungen gelten ja gar nichts. Das Kollektiv hat diese Vorstellung gierig aufgenommen -- und wie sie sie aufgenommen hat --- und wie das Aufgenommene weiter wirkt, wie die Menschheitsrevolution weiter rollen wird, die man mit dem Namen Freud zu fassen zu kriegen sucht ... das ist ja selber schon wieder ein Spruch der Sphinx ... da sind ja längst Multiplikationen von Erzengeln am Werk aus den vereinzelten Stücken Vermehrungstrieb »etwas Höheres« werden zu lassen und die Mütter geben sich dabei allergrößte Mühe selber auf Götterberge zu klettern und als flammende Büsche mit neuen Gesetzen hernieder zu steigen -- und darüber unfruchtbar zu werden
Denken über Geist und Geistiges:
Ich kann nicht glauben, es gäbe ein Geistiges, das außerhalb des [quantenmechanischen] Zusammenwirkens [subatomarer] Ur-Teilchen Bestand haben kann.  Im alt-vorderen-Sinn: Geist losgelöst von Materie ist ein Dekadenz-Phänomen ein beliebig Zurecht-Gemachtes.  Nicht nur, daß sich Geistiges in den Natur-»Gesetzen« mitteilt, sondern daß es sinnlos ist über Geistiges zu reden, außerhalb dessen, was uns die unendliche Vielfalt, der Interaktionen von Masse & Energie mitteilt... Genau wie das Einstein vor-gedacht hat Raum & Zeit sind außerhalb des Zusammenwirkens von Massen völlig sinnlose Konzepte.
Wir stehen dem Geistigen in der gleichen hilflosen Weise gegenüber, wie der homo robustus keine bewußte Kontrolle der Formen seiner Werkzeuge erkennen läßt: mehrere zehntausend Gererationen lang die gleichen Grundmuster von »Faustkeil« und »Schaber« ...und also Technik »aus angeborenem Instinkt« ohne Variationsmöglichkeit er kann über diese Formen nicht hinaus »denken«... Erst vor 30-40,000 Jahren gibt es sichere Hinweise darauf, wie der homo sapiens sapiens seine innere Vorstellungskraft nach außen zu projizieren vermag. Was vor etwa 130,000 in Afrika entstand löst sich vielleicht schon vor 15,000 Jahren in der ziseliert verfeinerten Kunst des Magdalénien auf. Wo die Menschen ihre geistige Unschuld verlieren indem sie das gekünstelte über die Realität stellen. Sie haben es zu diesem Zeitpunkt so weit gebracht, daß sie mit ihrer Denk- und Planungsfähigkeit das Gleichgewicht der Natur bedrohen und gezwungen werden als Bauern und Hirten eine selbst-gestaltete Wirtschaft zu schaffen. Der Mensch hat gelernt seiner Vorstellungskraft mehr zu vertrauen als dem greifbar-Bewährten.
Platon spricht mit seinem Höhlengleichnis einen Archetyp an. Das haben wir alle in den Knochen, im Mark, in den Genen. In der Höhle sind über viele Tausend Jahre die Initiationen richtigen vernünftigen Denkens gestaltet worden. Damals wußten natürlich alle noch, daß das was an den Wänden gemalt wird nur ein Bild von der Realität ist, die draußen am Eingang der Höhle lebensbedrohlich wartet. Bei Platon und nach ihm wirkt aber der Versuch über diese Realität hinaus zu einem Absoluten zu kommen. 
Dieses Absolute, losgelöst von greifbar realen Zusammenhängen ist Mittel zu Macht. So definieren sich die im Besitz der Macht und so die »Revolutionäre« die eine bessere Welt gestalten möchten. Aber aller Anspruch auf Besitz eines absolut wahren, alle Allgemeinbegriffe, wie ???das Gute", ???das Rechte", ???die Tugend",  ???die Bildung"... sind Täuschungsmanöver und wer sie in aller Unschuld des Glaubens gebraucht hat es nie verstanden, die Realität des Lebenszusammenhanges so zu begreifen, daß er direkt und ohne Anrufung der Götter oder der »reinen Wissenschaft« wirksam in die Gestaltung der Realität eingreifen könnte.
 

Die Aussage Wittgensteins:
„Worüber man nicht reden kann, darüber muß man schweigen.
 Das «muß» in diesem Satz verbietet uns Aussagen zu suchen
wo uns Worte fehlen auch wenn wir «fühlen: da war doch ‘was» und Worte zu machen die «unbegründete Dinge, Ereignisse und Willensakte» berühren.  Alles muß einen guten Grund haben, beweisbar sein und mit einem eineindeutigen Namen versehen werden, so will es die Zivilisation, an der wir seit den Zeiten der Sumerer, vor nunmehr siebentausend Jahren arbeiten. Was einen Grund hat, das ist das einzig Wahre. Alles Unbegründet: Falltür in die Wirrnisse der Irrationalität. Das ein-für-alle-mal festgelegte Konzept – was ist, das ist – darüber hinaus gibt es nichts: So denken Ingenieure und so haben sich die Aufklärer die Welt geschaffen. Marx hat uns das ungeheure Geschenk gemacht, diese Welt vom Kopf auf die Füße zu stellen.  Was er, und die vor ihm übersehen haben ist aber: es gibt gar nichts was wirklich «unveränderlich» Da-Ist. Was sein kann ist schon vergangen und nie wiederholbar hinter uns. Wirklich interessant wird es aber erst dann, wenn wir uns daran machen Ereignisse in Gang zu bringen, die zu nie zuvor geschehenen Dingen führen.  Alles was lebt; alles was ist; ist einmalig und hat eigentlich – nach Laplace – eine Wahrscheinlichkeit von Null. In der Wahrscheinlichkeitsrechnung wagt man nämlich nur das zu messen, was mit Sicherheit schon vorhanden ist.  Und also besteht das gesamte Universum aus einer großen Urne, aus der man Ereignisse herausziehen kann und »Häufigkeit« bestimmt was sein kann.

Aber das was diese Null-Wahrscheinlichkeit hat das wird so gezählt als ob es auf ewig unveränderlich sei.  Schon seit die Sumerer die ersten Dorfverwaltungen und damit den Anbeginn der «Modernen Zivilisation» gilt der Satz: «Nur was man quantifizieren kann zählt» – Das ist absolut wahr, weil es eine Tautologie ist. Auf solchen "Wahrheiten" beruht unser ganzes Sozial- System.  Dahinter verbirgt sich ein unbekannter Gott, eine Grund-Einstellung, die im Normalfall mit unseren angeborenen Talenten das Richtige tut.

Überhaupt: "Bewußtsein". Seit ich die Erfahrung habe, wie sehr sich die Handlungspläne selbständig machen können, wie sehr sich "Ideen" vor meinem Bewußtsein verstecken können, habe ich guten Grund daran zu zweifeln, daß das was wir gewöhnlich "ICH" nennen überhaut das Wesentliche an der Person-Individualität ist. Was da handelt, was da zum handeln drängt ist auf jeden Fall breiter und tiefer angelegt als uns erfahrbar ist.