Nabel  der Welt

Die ganze Welt ist chaotisch.  Nietzsche, mit seiner Vorstellung von der Ewigen Wiederkehr hatte keine Ahnung davon, was ein reiner stochastischer Prozess ist. Bei ihm wirkt am Ende doch noch ein Tick-Tack-Uhrmacher-Meister-Gott, der so gütig ist alles auf den Anfang zurück zu führen, der »ICH BIN« heißt. Das Ganze ist auf allen Ebenen unstabil. So wie das Proton zerfallen kann, so können Sterne und Sternensysteme zerfallen. Das Universum als Ganzes ist möglicherweise gar kein Einmaliges sondern Teil eines unerkennbaren größeren Ganzen ... und wie jedes andere untergeordnete Ganze kann es nur aus einem Spannungsverhältnis heraus bestehen, das wir als die explosive Expansion zu erkennen glauben.... und so ist es Hybris [η] wenn Einzelne versuchen »formierte Gesellschaften« zu gestalten.  Jedes »Ganze« in der gesellschaftlichen Organisation ist ein Vorübergehendes.  Jedes Ganze enthält schon im Anfang Elemente des Zerfalls.  Sogar der Einzelne, das souveräne ICH ist nur scheinbar »ein Ganzes«, weil es ihm mehr oder weniger gelingt die inneren Widersprüche zu vertuschen: so schafft man sich Gefolgschaften -- »wenn Du Mir nachfolgst, lösen sich für Dich alle Widersprüche auf ... und menschliche Größe, gemessen als Führung großer Anhängerschaften, kann immer nur als »kleinster Gemeinsamer Nenner« ausgestaltet sein ... das faszinierende dabei ist aber die Tatsache, daß es Primzahlen gibt und ebenso Einzelne, die sich durch nichts dividieren lassen ... .