Unendlich

… und im Gegensatz zum dreidimensionalen sind im unendlich dimensionalem Hyperraum «Wunder» möglich

in diesem unendlich dimensionalem Hyperraum gilt:  Das Zentrum des Universums ist überall und der Nabel der Welt allgegenwärtig.  Es ist die Quelle aller Existenz und bringt die Fülle des Bösen wie des Guten, des Häßlichen und des Schönen, der Freude und des Schmerzes alles gleichermaßen in die Welt. »Den Göttern sind alle Dinge klar, heiter, schön und ehrenhaft und recht und gut, aber der  Mensch bewertet manche als finster und böse und manche als gut und ehrenwert« sagt Heraklit; und »Alles Ganze ist aus Gegensätzlichem zusammengefügt; die schönste Harmonie entsteht aus dem Konzert der Unterschiede und alle Dinge wachsen aus dem Widerstreit der Gegensätze«

Die «beste aller Welten» zu erschaffen hat immer unvorhersehbare Konsequenzen: Auch wenn es hätte anders kommen können, ist das was ist, unausweichlich notwendig: «die einzig mögliche aller Welten.»  Zwar ist, was werden kann, in einem unendlich dimensionalen „Raum“, unendlich nach allen Richtungen, aber sobald sich, im Augenblick der Gegenwart, aus diesem „Raum der Entwicklungsmöglichkeiten“ Tatsachen gestalten entsteht das Einmalige, der einzig mögliche Tatbestand, der mit nichts anderem verglichen werden kann.  In der, so – immer wieder neu – geschaffenen «einzig möglichen aller Welten,» gibt es nichts, was so einfachen logischen Gebilden wie 1 = 1, in einem absoluten Sinn Wahrheitsgehalt vermitteln könnte.  Das Einmalige ist, in dieser einzig möglichen Welt, sogar nicht mit sich selbst vergleichbar, weil es ja doch aus unendlich vielen Richtungen betrachtet werden kann und sich, im nächsten Augenblick, in unendlich viele Richtungen weiter entwickeln kann.

«Der Augenblick der Gegenwart» ist nicht das Eigentum von Hegelianern und anderen, die meinen, das Meinen der Anderen als Geschwätz ohne alle Konsequenz abtun zu können.  Der Augenblick der Gegenwart ist der zeitlose, unendliche, unabzählbar-unendlich-dicht-gepackte «Raum» in dem sich Freiheit entfalten kann: Hier und nur hier – unter Absehung aller Notwendigkeiten – ist der Ort wo das Ich spricht: «Ich versage jeder menschlichen Institution …jedem noch so umfassenden Gott und höherem Wesen irgendwelcher Art, die Legitimität über mich zu urteilen und mein Wesen, meine Seele zu bewerten: Die Menschen können mich jederzeit strafen und Gott an seinem jüngsten Gericht... der kann mir zürnen ...alles egal …das bin ich ja doch schon lang gewöhnt und Schlimmeres als der Zufall und böse Gutmenschen mir angetan haben, kann Jüngstes Gericht sich auch nicht ausdenken.»

Eindeutigkeit – auch die in mathematischen Beweisen und mit ihr in aller wissenschaftlichen Analyse vorgetragene – ist immer Lüge. Alle Vorstellung von Eindeutigkeit ist ja verbunden mit der Leugnung der unendlichen Verflechtung und Bedingtheit eines jeden beliebigen Ortes, Zustands, Punktes ... wie immer wir die Lokalisierung im unendlichen Kontinuum zu beschreiben suchen ... und nichts ist uns wichtiger als unsere Bedingtheiten minimiert zu sehen ... Jede Bestimmung von Eindeutigkeit enthält ja das Versprechen eine Befreiung und Erlösung ...