Zirkumskription

Kontrolle des Überich:

...alle Sinnzuweisungen sind per se "Aufzeichnungen eines Blinden" sind: das konzentrische Umkreisen (Zirkumskription) eines blinden Flecks, der in Form einer Zerstreuung (Dissemination) seine angemessene Darstellungsweise findet
Die Verwalter der Zunftordnungen der Überflußgesellschaften haben ganz uralte Sorgen.  Wenn sie ich überhaupt dazu durchringen können vorausschauend zu denken, dann konzentrieren sich ihre Bemühungen darauf die Türen dicht zu machen Zuwanderungen aus den Katastrophengebieten der Welt auf ein absolutes Minimum zu reduzieren: Da könnte ja jeder kommen.  Denn sie wissen nur zu genau, daß latent der gleiche fremdenfeindliche Impuls auch innerhalb ihrer eigenen Grenzen ausbrechen würde.

Eine wichtige Kernfrage der «Natur des Menschen» ist die, wie sich Individuen und Generationenfolgen Ordnungen geben und dabei so tun als wären sie «Ideen» verbunden …an einer Stelle, wo er nicht weiß, daß er, auch ohne solche «Ideen,» ordnenden Energien unterworfen ist, sondern «sich sicher ist» aus einem «eigenen Willen» zu handeln und aus dieser Sicherheit unwissend aber mit «gutem Gewissen» anderen Leid zufügen muß… Aus dieser Sicherheit der Stärke zu dienen, Stärken zerstört.

Es ist der «normale Fall,» daß ein Mensch, der Ordnung, die ihn formt, einen normativen Wert beilegt. Diese Ordnung wird dann mit allem Verfügbarem verteidigt. Wenn die Verteidigungsmittel nicht ausreichen, dann ist das der wichtigste Grund sich welche zu erfinden. Schon bei den Sumerern zielt alles gesellschaftliche ordnen immer auf Eindeutigkeit in der Zuordnung in der Verantwortung und in der Definition des gesellschaftlichen Kerns
Die Römer, dieses unwahrscheinliche Völkchen [wahrscheinlich hat es um 400 v.u.Z., zum Beispiel, nicht weniger Israeliten und Judäer als Römer – aber ganz sicher mehr Protogermanen, Slaven und andere Hyperboreer gegeben die noch Tausend Jahre brauchten, um «in die Geschichte einzutreten»], haben auf der gleichen Grundlage der Völkervielfalt des Mittelmeeres ihrer Ordnungsidee unterwerfen können, weil sie ihre Grundordnung als eine unausweichliche Tatsache, als etwas Substantielles zu betrachten, das «Idee» nur wurde durch die Abstraktion dieses Substantiellen in der Rechtsprechung – unabdingbar Greifbares, auch für die anderen Völker. Das «Geheimnis» besteht darin, daß es eine «natürliche Ordnung» war, etwas das als Teil des Organisationsprinzips der lebenden Substanz in Jedem angelegt ist. Jeder Römer wußte – aus Instinkt und feinem Gespür heraus – wie er sich als ein «wahrer Römer» auf dem Forum zu geben hatte, jeder Einzelne war nicht weniger als Rom eindeutig in «Einem–für–Alle» repräsentiert.
Das Ideal des in der Western Civilization zur Herrschaft gekommenen Typus der sophisticated Mephistopheles ist mir so unsympathisch, weil ich ihn als Einen erlebe, dem es eine Wonne ist und eine Lust, sich in bestimmte Substrukturen dieses Ordnungsprinzips der lebenden Substanz unbekümmert – ohne die Last irgendwelcher verbindlicher Verantwortungen für das Ganze – auszutoben: Sich mit verlockenden Weibern umgeben…mit tüchtigen Kaufleuten [Halsabschneidern?] …wohl wissend, daß er immer recht hat [auch dann wenn ihn Argumente widerlegen würden…] Die Gewißheit seines Gewissens ist so geartet, daß er gar nicht unter Gewissensbissen leiden kann.
Die Nymphomanie der Margaret Mead ist auch so eine «beliebige Manifestation» [World renowned anthropologist Margaret Mead (1901 to 1978) contributed vastly to the understanding of human history. Her work has, and will continue to] eine sophisticated Mephistophelabestimmter Substrukturen des Ordnungsprinzips der lebenden Substanz. Querverbindungen herstellen und Unvereinbares verbinden ohne sich dabei als «Opfer» darstellen zu müssen: So eine Dame fühlt sich als «Herr übers eigene Schicksal» …dabei ist die doch nichts anderes als eine Turandot im links-liberalen Schneiderkostüm. Wie bei Turandot wird nie ganz klar ob ihre männermörderische Haltung nun als Lust oder als tragische Verstrickung erlebt wird …aber auf jeden Fall als etwas Gleichgültiges.
Das Äquivalent: Der Hodenheroismus der Linken fügt sich scheinbar lückenlos in diese «befreit-befreiende» Haltung… Es ist besser ein Andreas Bader zu sein – oder ein anderer linker Oberpavian, als irgendein beliebiges Glied, um für Nymphen auswahlfähig zu werden: Bader beweist, wie gern sich auch die festeste Befreite sich unterwirft wenn nur «der Richtige» kommt…
…nur die Dienerinnen der Ischtar [Tochter des Mondgottes Sin: Ischtar stieg in die Unterwelt herab, wo die Herrscherin, ihre Schwester Ereschkigal, sie gefangensetzte. Daraufhin starb auf der Erde die Vegetation ab. Doch der Gefährte der Ischtar, der Frühjahrsgott Tammuz, vertrat sie dort als Unterpfand. Im Jahreslauf vollzieht sich das Drama jährlich aufs neue. Immer wenn Tammuz stirbt, verdorrt die Vegetation. Wenn er aufersteht und mit der Ischtar (Inanna) Heilige Hochzeit feiert, beginnt das Leben wieder zu erblühen und Fruchtbarkeit kommt über das Land. Der Kult der Ishtar war orgiastischer Natur. Die Frauen Babels gaben sich hierfür fremden Männern gegen Entgelt hin, die Einnahme wurden dem Tempel der Göttin gestiftet. Alljährlich vollzog der König auf der obersten Plattform des Ishtar-Tempels in Babylon mit der Oberpriesterin der Ishtar den rituellen Geschlechtsakt, wodurch das Fest zu Ehren der Göttin eingeleitet wurde (DÖBLER (1971), S. 67). Ischtar wurde als Große Göttin weithin verehrt. Im Alten Testament ist sie auch die Astarte der Kanaanäer. Sie gilt auch als Vorbild für die iranische Anahita. Sie ähnelt der griechischen Aphrodite und der römischen Venus und ist auch Namensgeberin des Planeten Ischtar (unsere Venus)] haben sich ganz von diesem Auswahlprinzip der dominierenden Typen lösen können: Unterwerfung als Heilige Handlung
…diesem Vorgang gerecht zu werden, ist deshalb so schwierig, weil uns «Römern» das Dominierende so wünschenswert erscheint… Alles was wir zulassen, sind die unberührten Unberührbaren in Gestalt der «heiligen Jungfrauen» der Vestalinnen. Ich hoffe, daß der Kult der Ischtar wieder in die lebende Form der sozialen Selbstbestimmung zurücktritt …und so dem Beliebigen eine ordnende Energie zugestanden wird